Philip Lofthouse
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2026
Stellungnahme
Meine jüngsten Arbeiten entstanden aus der kontinuierlichen Beobachtung des Gebäudes, an dem ich seit 2021 arbeite. Ich interessiere mich für die Spuren, die sich auf architektonischen Oberflächen ansammeln: Reparaturen, Entfernungen, Markierungen und Strukturelemente, und wie sich diese in eine malerische Sprache übersetzen lassen.
Zwei wiederkehrende Materialien prägen diese Werkgruppe: Stäbe und Jute. Die gebogenen Stäbe stammen aus den Fenstergittern des Gebäudes und dienen als einfaches Strukturmotiv. Wiederholt und leicht variiert, suggerieren sie Systeme unter Druck, kleine Abweichungen innerhalb geordneter Strukturen. Die Jute, historisch als verstärkendes Gewebe in die Wände eingearbeitet, fungiert sowohl als Oberfläche als auch als Metapher. Sie führt ein sichtbares Gewebe ein, das die Komposition zusammenhält und gleichzeitig die Absorption, den Widerstand und die Bewegung der Farbe dokumentiert.
In diesen Arbeiten kombiniere ich verschiedene Medien und Prozesse, um die Spannung zwischen Kontrolle und Zufall zu erforschen. Farbe wird geschichtet, abgewischt, gefiltert oder durch Textilien übertragen, wodurch Schwerkraft und Materialverhalten in das Bild einfließen. Die so entstandenen Gemälde handeln weniger von der Abbildung als vielmehr vom Zusammenspiel zwischen Struktur und Oberfläche. Ein Dialog zwischen architektonischer Ordnung und den instabilen Spuren der Zeit.































